Untertitel für Shorts erstellen

Der größte Teil der Zuschauer sieht Shorts ohne Ton. Ohne Text im Bild ist ein Erklärvideo damit stumm. YouTube, Instagram und TikTok erzeugen zwar automatische Untertitel, aber die lassen sich zuschalten und abschalten, und ihr Aussehen bestimmt die Plattform. Der Look, den man aus erfolgreichen Shorts kennt, geht so nicht.

Zugeschaltet oder eingebrannt

Zugeschaltet heißt: Der Text liegt als eigene Datei neben dem Video, die Plattform zeigt ihn auf Wunsch an. Vorteil: Suchmaschinen und die Plattform können ihn lesen. Nachteil: Der Zuschauer muss ihn einschalten, und Sie haben keinen Einfluss auf Schrift, Größe und Position.

Eingebrannt heißt: Der Text ist Teil des Bildes. Immer sichtbar, frei gestaltbar, auf jeder Plattform gleich. Deshalb machen es fast alle Short-Formate so. Der Preis: Der Text lässt sich hinterher nicht mehr ändern, also muss er vor dem Rendern stimmen.

In der Praxis nimmt man beides: eingebrannt für die Wirkung, plus eine SRT-Datei für den Upload, damit die Plattform den Inhalt auch lesen kann.

Warum das hervorgehobene Wort wirkt

Der bekannte Stil zeigt nicht einen ganzen Satz, sondern zwei bis drei Wörter, von denen das gerade gesprochene farblich hervorsticht. Das ist kein Selbstzweck: Es zwingt das Auge, dem Ton zu folgen, und hält die Aufmerksamkeit in den ersten Sekunden, in denen entschieden wird, ob weitergescrollt wird.

Technisch braucht es dafür Zeitstempel pro Wort, nicht pro Satz. Nicht jede Spracherkennung liefert die, und die gelieferten sind nicht immer präzise.

Was bei automatischen Untertiteln schiefgeht

Zwei Dinge, verlässlich. Eigennamen und Fachbegriffe werden falsch geschrieben, weil das Modell sie nicht kennt. Und der Text läuft dem Ton voraus oder hinterher, wenn die Wortzeiten ungenau sind. Beides fällt beim Ansehen sofort auf, deshalb sollte jedes Werkzeug den Text vor dem Rendern zum Korrigieren zeigen.

Mit Caption & Cut

Video hochladen, fertiges Short zurück: Untertitel eingebrannt, Wort für Wort hervorgehoben, und die Sprechpausen sind gleich mitgeschnitten. Vor dem Rendern sehen Sie den Text und können ihn korrigieren, einzelne Wörter streichen oder Pausen zurückholen. Die SRT-Datei für den Upload gibt es dazu.

Fünf Stil-Vorlagen sind da (nach dem Vorbild bekannter Short-Formate), Schrift, Farben, Größe und Rahmen lassen sich frei einstellen. Auf Wunsch übersetzt es die Untertitel ins Englische, entweder allein oder zweisprachig übereinander.

Was es nicht kann

Es ist für Aufnahmen vor der Kamera gemacht, nicht für Musikvideos oder Mehrkamera-Schnitt. Bei mehreren Sprechern unterscheidet es die Stimmen nicht. Und es setzt eine Tonspur mit verständlicher Sprache voraus, aus starkem Hintergrundlärm holt keine Spracherkennung sauberen Text.

Ausprobieren

Erste drei Videos kostenlos, keine Installation, läuft im Browser. Kostenlose Ergebnisse tragen ein kleines Wasserzeichen. Video hochladen.

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